In den letzten Jahren habe ich gelegentlich wieder Klaviernoten (auch online) erstanden.

Mein negativer Höhepunkt war das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach von J.S.Bach. Aus meiner Jugend kannte ich das mit einem festen Gewebe-Karton versehen und relativ dickem Papier. Die aktuelle Version besteht aus dünnem bedrucktem Karton und deutlich dünnerem Papier. Noch übler sind die Kopierschutzhinweise auf den ersten Seiten für ein Werk aus dem 17. Jahrhundert in einer Form aus dem 19. Jahrhundert! Der Preis ist hoffnungslos überteuert, mehr als 3 oder 4 € ist das nicht wert.

Viele Noten sind heute von extrem schlechter Qualität, mit lumpigen Klammern gebunden, die sich bei regelmäßigem Üben durchaus mal lösen, dann zerfleddert das ganze Heft. Trotzdem wird ein stolzer Preis verlangt. "Redaktionelle Arbeit" für die Klassiker ist hier nur Betrug am Kunden, um Kopierschutz zu ergaunern und den Kunden mit überhöhten Preisen abzuzocken.

Ein weiteres Beispiel ist "The best of Eric Satie"  von Salabert/Eschig: Überall die Kopierschutzklausel auf jeder zweiten Seite. Der Druck ist stellenweise so armselig schlecht,die Notenlinien sind verwaschen, Noten angeknabbert. Das ist die Kopie der Kopie der Kopie und schlecht bearbeitet. Das Setzbild schaut außerdem schlecht aus. Die Stücke sind vom 19. Jahrhundert. Wie da ein Kopierschutz bestehen kann, ist mir ein Rätsel. Die "Revision" von 1969 ist jedenfalls eine optische Verschlimmbesserung erster Klasse.

Weg mit der Buchpreisbindung! Weg mit den miesen Verlagen und ihrer lausigen Qualität, dem nervigen Mailspamming und den hohen Preisen!

   
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