Jahreszeiten

Vorweg nehmen muss ich, dass es sich bei diesen Erfahrungen um Läufe von deutlich mehr als einer Stunde handelt, eher 1,5-2h. Da überschreitet man dann auch die kritische Grenze für sonst kurzfristig tolerierbares Auskühlen. Wer unter einer Stunde läuft, kann wirklich bei fast jedem Wetter laufen, bevor er unter Auskühlung leidet, ist er schon wieder unter der warmen Dusche.

Sommer: für Schönwetter-Läufer, aber auch für mich.

Übergangszeiten Herbst und Frühjahr

Dies ist das ideale und optimale Laufwetter, es ist nicht zu kalt zum Atmen und nicht zu warm, sodass Schwitzen den Körper effektiv kühlen kann.

Wetter

Regenwetter: Das ist für mich ein Sofa-Wetter oder "mach was anderes-Wetter", klatschnass laufen ist einfach nichts für mich. Einen kurzen Schauer, auch leichten Nieselregen hält man schon aus, Dauerregen halte ich für kein "Laufwetter". Durchnässte Funktionskleidung erfüllt ihre Funktion nicht mehr, damit bleibt die Feuchtigkeit direkt auf den Haut und der Köper kühlt viel schneller aus. Es gibt zwar Regencapes und Regen-Überzieh-Hosen, damit fange ich mit aber gleichzeitig einen Wärmestau ein und die Feuchtigkeit aus der Kleidung kann nicht ausdampfen.

Hitze: kommt auf den Typ an: wers verträgt, kann immer noch gut laufen, wenn auch nicht mit voller Leistung. Ich habe aber schon viele mit kreislaufbedingtem hochrotem Kopf, ohne Kopfbedeckung, bei 30° C und schönstem Sommerwetter gesehen, echt unvernünftig, sich so zu überfordern. Vorsicht vor Sonnenbrand, den bekommt man bereits ab Anfang März, Sonnencreme hilft. Eine Kappe oder Bandana etc. schützt vor Sonnenstich, braucht man so ab Mai. Mittagshitze mit direkter Sonne im Sommer sollten ungeübte Läufer vermeiden, dann entweder morgends oder abends laufen.

Gewitter: Wenn ich es kommen sehe, bleibe ich zuhause. Wenn es mich überrascht, versuche ich ihm in Richtung nach Hause davonzulaufen, lieber den Lauf abbrechen, als womöglich Hagel abzubekommen.

Schnee: So lange es kalt ist, somit trockener Schnee, kein Problem. Nasser Schnee, wenn er fällt, ist für mich wie Regen, da bleibe ich zu hause. Genau so beim Laufen: Schneematsch ab 5cm Höhe ist ein Ausschluss, erst werden die Füße nass, dann eiskalt, durch den hochspritzenden Matsch der Rest vom Körper auch. Da bin und bleibe ich Weichei.

Kälte, Frost: kein Problem bis so -10° C. wenn auch mit Abstrichen. Das Problem ist nicht die Kleidung, sondern das Atmen der kalten Luft. Bei voller Leistung trocknet die kalte und trockene Luft die Schleimhäute und Bronchien aus, was diese mit Entzündung, Schwellung und Reizung quittieren. Das spürt man beim Einatmen deutlich. Also angepasst laufen, und es kann ein Genuss sein.

Nachtlaufen

Kein Problem ist es heutzutage, auch nachts zu laufen, wenn man Lust darauf hat oder es die Zeit nicht anders her gibt. Stirnlampen sind inzwischen hell genug (3W machen schon ganz ordentlich Licht, es reicht aber bereits 1W LED). Man muss eher aufpassen, dass man die Leute nicht blendet. Wer nachts unbedingt in schwarzen Trainingsklamotten laufen will, sollte sich Verkehrsteilnehmern gegenüber erkennbar machen. Reflektierende Elemente auf der Kleidung sind sehr zu empfehlen, ebenso wie die Fußreflektorbänder, am Besten die mit LED. Warum? Fahradfahrer sehen einen, läuft man teils auf Straßen oder überquert welche, hilft das den Autofahrern sehr, einen schon von Weitem zu erkennen.

Den Nachtlauf sollte man aber bezüglich des Wegs schon kennen. Also mal am Tag die Strecke laufen, dann ist es nachts kein Thema.

   
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