Mustergültig

Bemerkenswerter Weise gibt es (einige wenige) Hundehalter, die ihren Hund nahezu mustergültig unter Kontrolle haben. Sehen sie einen Läufer, rufen sie ihren Hund, der kommt gehorsam zu ihnen. Er macht Platz und ich kann unbehelligt vorbei laufen. Nach einem gewissen Abstand lassen sie den Hund wieder (mit einer kleinen Belohnung) frei laufen. Ich habe vor solchen Menschen großen Respekt und bin dankbar für ihre Rücksicht. Danke an alle, die so handeln!

Jedoch es kommt auch ganz anders.....

Der tut doch nichts!

Wer kennt das nicht, man läuft vor sich hin, und plötzlich jagt von hinten ein mordsmäßiger 50 kg Köter heran, laut bellend und alles andere als freundlich. Herrchen gefühlt 55, ältlich, dick und ungelenk watschelt hundert Meter dahinter und ruft schwächlich: "Hierher Hasso", was dem völlig unerzogenen Untier komplett egal ist. Er bellt einen an schnüffelt einem an den Hüften herum, sabbert dreckigen Schleim auf die Laufhose. Igitt! Solange es dabei bleibt, hat man an dieser Stelle wirklich Glück gehabt.

Volle Kontrolle?

Andere Situation: Zwei Hundebesitzer lassen ihre Tiere unkontrolliert toben, ich jedoch würde gerne möglichst unbehelligt und ungestört vorbei laufen. Werde langsamer, die beiden nehmen mich wahr, reagieren aber sonst überhaupt nicht. Ich komme auf die Höhe der tobenden Hunde, jeweils ca. 40 kg schwere große Mischlinge. Null Reaktion der Hundehalter. Ich gehe langsam vorbei, schaue die beiden Hundehalter geübt freundlich an. Einer sagt: "Wir haben die voll unter Kontrolle". Beide knurren sich an und versuchen einander zu dominieren. Die andere sagt: "Lumpi Sitz!, Lumpi hierher!" Reaktion des Hundes ist die völlige Ignoranz. Ich "entkomme" langsam gehend, erst nach einem gewissen Abstand kann ich wieder richtig laufen.

Hundeauflauf!

Gerne treffen sich Hundebesitzer des Abends mal an Orten, die sie nicht gepachtet haben. Zu solch später Stunde läuft man (ich!) nichtsahnend in eine Rotte mit 15 freilaufenden Hunden unterschiedlichster Größe und Tempraments, während Frauchen und Herrchen angenehm parlierend am Rande stehen und ihrem Liebling bewundernd bei der gegenseitigen Hatz und Beschnüffelung zusehen. Ich fordere solche Gruppen generell auf, ihre Tiere anzuleinen. Die Reaktionen sind IMMER die gleichen. Man wird verbal attakiert, es wird einem unverschämt hinterhergerufen.

Korpulentes Pärchen und zwei Hunde.

Man läuft so für sich dahin und plötzlich streunt ein Husky stracks auf einen zu. Im Hintergrund noch so ein größerer Hund (50 cm Schulterhöhe). Der erste Hund streicht an mir vorbei. Mein Herz rast, Huskys sind für ihre Aggression und Kampfeslust bekannt. Etwas weiter hinten beschleunigen zwei stark übergewichtige Personen mühsam ihre Schritte und rufen, ein Pärchen. Der zweite Hund läuft auf mich zu. Das fette Hundebesitzerpärchen ruft nun energisch und völlig erfolglos nach der Töle. Also hinter mir der Husky, vor mir der Mischlingshund.  Voller Absicht starrt der Mischling mich an, dann rennt er auf mich los, bellt wie verrückt, springt an mir hoch, sabbert mich an, ich spüre seine Krallen durch die Lauftight. Ich wehre ihn ab. Inzwischen sind die beiden fetten Personen angekommen. "Der ist noch so jung, der macht doch nichts." Ich: Bitte leinen Sie Ihre Hunde an" Die beiden Fetten: "Hier ist kein Leinenzwang" Ich: Bitte leinen Sie Ihre Hunde an, wir haben generelle Anleinpflicht. Sie: "Der ist erst 4 Monate alt, den muss man noch nicht anleinen".... Die weitere Diskussion spare ich mir hier.

(Eine generelle Anleinpflicht haben wir leider nicht: http://www.wa.de/lokales/hamm/uentrop/nach-sturz-durch-spielende-hunde-kanalwegen-gilt-keine-anleinpflicht-3377951.html)

Jeden Vierten beißt der Hund (http://www.focus.de/wissen/natur/hunde/umfrage-jeden-vierten-beisst-der-hund_id_4195802.html)

ZITAT: Mehr als jeder vierte Deutsche hatte schon mal eine schmerzhafte Begegnung mit einem Hund. 27 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer gaben in einer Umfrage an, schon mal von einem Hund gebissen worden zu sein. Das ergibt eine aktuelle Studie von Insa Consulere , die die Agila-Haustierversicherung in Auftrag gegeben hat.
Noch häufiger ist der Ärger über Hundebesitzer, weil das Tier nicht auf Herrchen oder Frauchen hört: Diese Erfahrung machten gut die Hälfte (51 Prozent) der 2036 Befragten.

Klassiker: ...noch zehn Meter bis zum Hund: "Sie können ruhig weiterlaufen!"

Und jetzt?

Ein Taser wäre recht, oder eine Schrotflinte, auch eine Lanze wäre nicht schlecht, einfach alles, was die unerzognene Raubtiere dauerhaft und nachhaltig für die Ewigkeit von einem fernhält. Außerdem möchte ich den Hundehaltern in diesem Moment sehr gerne richtig üble Gewalt antun, damit sie nie wieder in der Lage sind, mir mit ihren unbeherrschten Raubtieren, ihrem egozentrischen "mein Hund vor allen anderen Menschen" in die Quere zu kommen und für mich eine Bedrohung darzustellen.

Was ist erlaubt:

Pfefferspray, genannt Tierabwehrspray. Körperliche Gegenwehr bei direktem Angriff.

Merke: 80% der Hundehalter haben den Hund weder erzogen, noch können sie mit ihm artgerecht umgehen. Sie haben zwar einen oft tiefe emotionale Bindung an den Hund, aber nicht annähernd den nötigen Sachverstand oder auch nur die Lust dazu, den Hund zu bändigen. Schlimm sind auch die älteren fußkranken übergewichtigen Männer und Frauen, die den Hund von der Leine lassen, weil er ihnen zu beschwerlich zieht. Genauso schlimm sind die jungen, sich asozial verhaltenden Harz4-Typen, egal ob Männlein oder Weiblein oder zusammen, erkennbar daran, dass sie überall tätowiert sind, ebenso erkennbar am völlig überdimensioniertem Hund, gerne auch mehr als einen davon, Bierflaschen in der Hand, Kippe im Maul, Kinderwagen mit unerzogenen Bälgern dabei und klar erkennbar unterdimensioniertem Verstand. Das sind keine Vorurteile sondern konkrete, nämlich meine persönlichen Erfahrungen aus vielen Jahren als Läufer.

Wie kommt man an solchen Landesplagen als Jogger vorbei, ohne dass der Hund einen beißt, verfolgt, anschlabbert oder was auch immer?

Folgende Techniken haben sich nicht bewährt:

Generell sollte man jeden Hundehalter höflich und freundlich aber bestimmt bitten ihre Hunde anzuleinen. Das ist natürlich völlig aussichtslos. Die eine Hälfte reagiert übel aggressiv, beleidigend, bedrohend. Die andere Hälfte reagiert verharmlosend, der tut doch nichts, der will nur spielen, haben Sie sich doch nicht so, muss ich gar nicht, Leine braucht es nicht, sie können beruhigt weiterlaufen...

Die Behörden helfen aus Angst vor der Hundelobby in keinem Fall, es sei den man hat schlimme Verletzungen und kann nachweisen, wer der Halter und der Hund sind, hat Zeugen etc. Derzeit geht Tierschutz vor Menschenschutz. Für micht ist das eine Art Tierterrorismus. Genügend Hundehalter sind sich dieser Situaltion genau bewusst und nutzen das genüsslich aus. Das sind wahre Terroristen!

Folgende Techniken haben sich bewährt.

Die Verhaltensbiologie sagt: Hund von links und womöglich deutlich anstarren ist klare Aggression, am Hund rechts vorbeilaufen und leicht nach rechts unten blicken wirkt dem Hund gegenüber normal und unkritisch.

Bei Aggession des Hundes: Anschreien, Pfefferspray sofort einsetzen, wenn vorhanden, Stock oder Ast zur Abwehr nehmen. Anschließend am besten selber die Polizei rufen und Anzeige wegen Gefährdung durch den Hundehalter machen. Mit Handy gleich Hund und "Herrchen" oder "Frauchen" fotografieren.

Ich empfinde es als asozial und egoistisch den Läufern gegenüber, wenn Besitzer ihre Hunde nicht festhalten oder halten können. Schlimm finde ich, wenn Hunde nicht erzogen sind und einfach nicht hören und mich einfach anspringen. Hunde haben erzogen zu sein, egal wie groß oder welche Rasse. Aber vielen Hundebesitzern ist das völlig egal.

Hundekot

Das Thema ist nicht zu unterschätzen. Oft lassen die Hundebesitzer ihre Tiere direkt auf den Weg kacken, oder direkt daneben. Teilweise reihen sich die Würste dann rechts und links sichtbar. Es stinkt an manchen Hunde-Herrchens-Lieblings-Gassi-Geh-Strecken oft erbärmlich das ganze Jahr über. (Meiden Sie solche Strecken einfach)

Wenn ich somit ein einen derartigen Haufen trete, weil unerwartet und ich nicht genügend aufgepasst habe, oder weil ich ausweichen musste, ist die Stimmung im Keller. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes "Stinkig". Das ist noch das kleinere Problem.

Viel delikater ist der Umgang mit dem Dreck.

Zunächst muss man wissen, dass die Hunde von Parasiten, insbesondere Würmer, aber auch sonstige auch für Menschen schädliche Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Amöben etc. durchseucht werden. Sofern der Hundehalter quartalsweise entwurmt, ist die Parasitenlast zumindest reduziert. Aber sie ist nicht Null und viele Hundehalter sind schlicht erkennbar dämlich. Kommt man beim Reinigen seines Schuhwerks also mit dem Kot unvermeidlicher Weise in Kontakt, kann man sich infizieren. Man merkt es vielleicht nicht einmal, dass man Leberegel oder Lungenwurm oder ähnliches hat, da wir Menschen meist Fehlwirte sind, ist der Schaden für den Körper oft glücklicherweise nicht groß. Es gibt aber auch Würmer, die genauso uns befallen wie den Hund. Siehe Zoonosen in Wikipedia. Beliebt ist der Madenwurm, aber auch Bandwürmer, und diverse Einzeller.

Nicht viel besser sind die kleinen blauen, braunen oder schwarzen mit Kot gefüllten Plastiktüten, die einfach am Wegesrand weggeworfen werden. Wenn dann noch jemand mit dem Rad darüber fährt...

Ich finde derartige Hundehalter abscheulich, die ihre Tiere unkontrolliert abkoten lassen, und die Hinterlassenschaften einfach liegen lassen, auch wenn es immer wieder verantwortungvolle Ausnahmen gibt. Ebenso asozial sind die, die die Tüten irgendwo am Wegesrand abwerfen. Oder zu Pyramiden stapeln....

Es ist bezeichnend, das diese unqualifizierten "Tierliebhaber"  sich organisieren und auf Stadtverwaltungen und Politik systematisch Einfluss nehmen um wie z.B. in Erlangen gegen den Leinenzwang vorzugehen.

Es müssen erst kleine Kinder totgebissen oder verstümmelt werden, bis etwas passiert. Selbst dann wird argumentiert, dass womöglich das Kind im Kinderwagen den Hund nicht hätte provozieren dürfen. (!)

Extrem pervers ist derzeitig die Rechtsprechung bezüglich Leinenzwang 

http://www.emsbachdalmis.de/html/p_gerichtsurteile_rund_um_den_.html#Leinenzwang

Zusammengefasst: Dem Hundehalter wird das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit Vorrang gewährt vor dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung.  (Amtsgericht Trier, Az: 8015 Js 5859/05 37 OWi). Der Schaden, den die Drecksköter, vor allem die unerzogenen in der Bevölkerung anrichten, wird vollständig ignoriert.

Eine abscheuliche Diskussion dazu kann man bei der WAZ (im Forum zum Artikel) sehen, da wird polemisiert, was das Zeug hält.

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/streit-um-leinenpflicht-fuer-hunde-geht-auch-nach-gerichtsurteil-weiter-id6978525.html

Merke: Selbstschutz mit Pfefferspray, dieses sofort bei einem Angriff einsetzten. Sofort Fotos machen, besonders auch vom Halter. Sofort Polizei rufen.

 

   
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