Vergifteter Honigtopf

Da bin ich über einen Artikel gestolpert. (Quelle: ht4u.net) Tomb Raider 2013 ist der erfolgreichste Titel der Serie geworden. Kann schon sein, aber mir kommt kein Uplay, Steam oder sonstiger DRM-Dreck von Spieleherstellern mehr auf den Rechner.

Wenn man die Bedingungen ließt, dann bedeutet das, man gibt seine Spielpräferenzen in die rein Amerikanische Cloud (auf Deutsch, die Daten sind geKLAUT).

Anfixen:

Und wenn es geschenkt ist, nehme ich es nicht, das ist ein vergifteter Honigtopf. Langsam schleichend wird man angefixt, dann klebt man, wie die Fliege im Sonnentau, an den günstigen Einzelangeboten von Spielen.

Beispiel tweakpc.de: Aufs Haus: Ultima 8 kostenlos bei Origin, und Origin ist für seine aggressive DRM mit diversen unerwünschten Nebenwirkungen bekannt.

Beispiel von Chip.de: Steam verkauft nun Gratis-Inhalte. Es werden Erweiterungen ermöglicht, diese dann zu Bezahlvarianten gewandelt. Perfide finde ich den eingeblendeten Download der DRM-Gängel-und-Handschellen-Plattform Steam am Ende des Artikels, das hebt die Kritik wieder völlig auf.

Natürlich wird keiner gezwungen, ein Spiel zu kaufen. Nein, nein. Aber Gruppendruck und "will ich haben, will ich haben" schalten den Verstand nahezu auf Null herab.

Blutsauger: Monatlicher Aderlass bei STEAM

Auch schön für das Anfixen ist dann die Einführung eines Mindestumsatzes, sagen wir mal von 5$€ pro Monat. SPON: Spieleplattform: Steam führt Mindestumsatz für Accounts ein. Auch wenn ich nichts brauche, das Geld ist futsch, bzw in eher unerwünschte Spiele investiert, die dann als Nutzerlizenz tot liegen, aber dem Unternehmen Geld gebracht haben. Zitat:  Der Dienst hat nach eigenen Angaben weltweit rund 125 Millionen aktive Nutzer.  Wir kennen das ja von Telefon und Handy-Verträgen. Den meisten bringt es einen finanziellen Nachteil, Monatsbeiträge statt echte Kosten zu berappen.

Tricksen und abzocken

Guter Artikel auf Golem: Die Tricks der Free-to-Play-Betreiber

Die verschiedenen Kostenlos-Spiele sind eine Gemeinheit sondergleichen, die online oder auch als App fürs Smartphone den unkritischen und unerzogenen Kindern schmackhaft gemacht werden. Interessante Sachen kosten dann doch etwas. Schwups, ist das Geld umgewandelt in virtuelle Währungen und damit in der Tasche des Plattformbetreibers. 

Viele kaufen Spiele und spielen sie gar nicht mehr, es wird gesammelt. Witzig ist, dass dies nun rein virtuell passiert und nur das Recht, die Spiele zu spielen, gesammelt wird. Das geht dann kräftig schief, wenn die Server klemmen, und weil wegen des Online-Zwang nichts mehr geht.

Geht´s noch?

Nö. Zahlen für Spiele gerne, die Macher haben es sich verdient, aber Nie und nimmer mehr mit DRM. Das Rechtemanagement wird systematisch missbraucht, um die Kunden auszuschnüffeln, zu fesseln und gefügig zu machen. Es ist die alte Taktik mit dem Frosch im Topf mit heißen Wasser, irgandwann ist er tot. Und hat nicht mal gemerkt, als es zu spät war.

Nun haben wir bereits das Problem, dass Spiele ohne Plattformzwang die absolute Minderheit geworden sind. Es gibt nur eine Lösung: Enthaltsamkeit, Verzicht auf derartige Lockfallen. Das schaffen halt nur wenige und die anderen zahlen mit ihren Daten einen Preis, den sie gar nicht kennen.

Ob einem der Preis für Software es wert ist oder nicht, ist eine ganz andere Sache.

Gegenbeispiel:

GoG.com ist da besser: http://ht4u.net/news/30900_gogcom_cd-keys_aelterer_ladenversionen_aktivierbar/ Das Spiel "gehört" mir dann wirklich.

Aktualisierung:

Da ich nun nicht nur darüber schreibe, sondern es auch ausprobiert habe, muss ich auch da ein wenig relativieren. GOG bietet inzwischen einen eigenen Spiele-Client an, ganz wie Steam von Valve. (nutze ich nicht) Leider legt mir GOG auch einfach Spiele ungefragt in mein Konto. Auch welche, die ich nicht mal geschenkt nähme. Leider kann man sie nur "ausblenden" und sein Missfallen an dieser Art des Marketing nicht anders kundtun.

 

   
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